Sounds like green spirit: Der Motor des e-Golf*.

Kein Rattern, Brummen oder Röhren: Elektroautos wie der e-Golf* sind leise – und für andere Verkehrsteilnehmer ein potenzielles Risiko. Volkswagen Ingenieure haben daher charakteristische Sounds für jedes e-Tempo entwickelt.

*e-Golf: Stromverbrauch in kWh/100 km: 12,7 (kombiniert); CO2-Emissionen in g/km: 0 (kombiniert); Effizienzklasse: A+

Es scheint zunächst paradox: Jahrelang arbeiteten Ingenieure daran, Autos leiser zu machen. Nun gilt es, geräuschlosen Elektromotoren einen Sound zu verpassen. Der Grund: Verkehrsteilnehmer schätzen Geschwindigkeit und Entfernung herannahender Autos auch nach Höreindruck ein. Ohne künstlichen Sound sind Elektroautos aber kaum wahrzunehmen und stellen ein Risiko für die Verkehrssicherheit dar. Es ergibt also durchaus Sinn, Elektroautos mit einem künstlichen Sound auszustatten.

Laut der US-Behörde für Verkehrssicherheit (NHTSA) ist das Unfallrisiko für Fußgänger bei Elektro- und Hybridautos um 19 und für Radfahrer um 38 Prozent höher als bei Autos mit Verbrennungsmotor. Nach einer Übergangsphase müssen sie deshalb von September 2020 an bis zu einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern für Fußgänger zu hören sein. In der EU sollen neue Elektro- und Hybridmodelle von Juli 2019 an bis zu einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern ein Warnzeichen abgeben. Von Juli 2021 an muss jedes neu zugelassene Elektromobil dann ein Fahrgeräusch erzeugen.

Der Mix macht den Unterschied

Auf der Suche nach dem optimalen Sound für den e-Golf* fiel die Entscheidung auf eine Mischung aus Verbrennungsmotor und elektrischer Maschine. Der Sound eines klassischen Motors ist schließlich allgemein bekannt. Selbst in einer lauten Umgebung ist er noch gut wahrzunehmen. Der elektrische Teil wiederum hebt hervor, dass es sich um eine neue Technologie handelt.

Im Rahmen der Klangproduktion haben die verantwortlichen Akustiker zunächst beide Sounds im Studio aufgenommen. Bei dem elektrischen Maschinenklang haben sie unangenehme Pfeifgeräusche herausgefiltert und tiefe Frequenzen hinzugefügt. Das Ergebnis: Ein satter Sound mit einer gleichmäßigen Frequenz, der an einen gestarteten ICE erinnert. Das Geräusch des Verbrennungsmotors stammt von einem Vierzylinder, aus dem die Akustikexperten die Geräusche des Generators und Riemenantriebs entfernt haben. Klar, sie hätten auch einen 16-Zylinder-Motor einsetzen können, aber der e-Golf* sollte nicht wie ein Sportwagen klingen.

Für jede Situation den passenden Sound

Die Akustikingenieure haben charakteristische Sounds für jede Geschwindigkeit entwickelt. So kann sich der Motorklang der Drehzahl des Elektromotors anpassen. Wie laut der e-Golf* klingt, hängt also von seiner Geschwindigkeit ab. Im Auto erweckt eine Soundanlage den synthetischen Klang zum Leben. Das Steuergerät für das System ist im Radioschacht hinter dem Display installiert, während die Lautsprecher im Motorraum arbeiten.

Wenn der e-Golf* steht, ist nichts zu hören. Nach der Anfahrt steigt die Lautstärke des e-Sounds zunächst linear an und bleibt dann zwischen 10 und 30 Stundenkilometern konstant. Bei höheren Geschwindigkeiten nimmt sie wieder ab – jenseits von 50 Stundenkilometern bleibt der Lautsprecher stumm. Denn ab 40 Stundenkilometern übernehmen die Rollgeräusche der Reifen die Hauptrolle beim Sound. Und je schneller der e-Golf* fährt, desto höher wandert auch der Ton.

Haben sich die Verkehrsteilnehmer mit der Zeit an den neuen Klang der Elektromobilität gewöhnt, spricht nichts dagegen, den elektrischen Klanganteil in Zukunft zu erhöhen. Der e-Golf* könnte jeden erdenklichen Klang bekommen und so zum Beispiel mit dem Sound eines Flugzeugs durch die Stadt fahren. Doch das ist eher unwahrscheinlich. Denn am Ende muss der Sound nicht nur nach Auto klingen, sondern auch zum Fahrzeug passen – und das bedeutet beim e-Golf* vor allem: umweltfreundlich bleiben.  

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*e-Golf: Stromverbrauch in kWh/100 km: 12,7 (kombiniert); CO2-Emissionen in g/km: 0 (kombiniert); Effizienzklasse: A+