Der Durchbruch der e-Mobilität

Der Modulare e-Antriebs-Baukasten, verbesserte Batterien, neue Ladetechnik: So treibt Volkswagen die Elektromobilität voran.

Er ist ein Alleinstellungsmerkmal von Volkswagen und zugleich Beleg der Entschlossenheit, mit der das Unternehmen den Weg in die Elektromobilität einschlägt: der Modulare e-Antriebs-Baukasten (MEB). In Dresden wurde nun erstmals das Chassis des ID.* gezeigt, des ersten Autos, das von Beginn an konsequent auf e-Antriebe ausgelegt ist.

„Der ID.* ist ein Meilenstein der technologischen Entwicklung. Er wird das erste voll vernetzte und voll alltagstaugliche Elektroauto, das sich Millionen von Menschen leisten können“, sagt Christian Senger, Leiter der Volkswagen Baureihe e-Mobility.

Der Baukasten für e-Mobilität

Die ID. Familie wird mit Reichweiten punkten, die etwa auf dem Level heutiger Benziner liegen. Als erstes Modell wird 2020 der ID.* auf den Markt kommen – ein viertüriger, vollvernetzter Kompaktwagen, dessen Preis etwa im Bereich des Golf Diesel liegen soll.

Im Vergleich zu den bislang eingesetzten Batterien hat das MEB-System unter anderem den Vorteil, dass es skalierbar ist – also vergleichsweise einfach in verschiedenen Leistungsstufen in die ID. Modelle integriert werden kann. Ein Beispiel: Legt der Besitzer eines ID.* weniger Wert auf eine besonders große Reichweite – etwa weil er hauptsächlich in der City unterwegs ist und nur kurze Distanzen fährt –, reicht ihm eine Batterie mit einem kleineren Energiegehalt. Das macht den Wagen günstiger. Wer indes häufig lange Strecken fährt, wird sich für eine größere Batterie entscheiden. Das macht seinen Besitzer flexibler. Genau diese Individualisierungsmöglichkeiten bietet das neue Batteriesystem.

Die Batterie der ID. Modelle ist dank ihres Aluminiumgehäuses außerdem sehr leicht, was wiederum gut für die Reichweite ist. Da die Anordnung der Zellmodule ähnlich wie eine Tafel Schokolade aufgebaut ist, lässt sich die Batterie darüber hinaus einfach montieren. Sie punktet mit einer Ladeleistung von bis zu 125 kW – ein im Segment des ID. zuvor nicht realisierter Wert, der das Laden beschleunigt und so die Ladestopps verkürzt.

Die erhöhte Ladeleistung (max. 125 kW) verkürzt Ladestopps auf eine Kaffeepause.

Entscheidend ist die Ladeinfrastruktur

Von elementarer Bedeutung ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur, um die e-Mobilität weiter voranzutreiben. Ein wichtiger Baustein ist dabei das Joint Venture IONITY. In Kooperation mit der BMW Group, der Daimler AG und der Ford Motor Company arbeitet der Volkswagen Konzern via IONITY daran, ein zuverlässiges Netz von äußerst starken Schnellladestationen entlang der europäischen Fernstraßen aufzubauen. Bis 2020 werden 400 solcher Schnellladestationen als „Tankstellen der Zukunft“ im Betrieb sein.

An den Volkswagen Ladepunkten werden auch Schnellladestationen mit bis zu 150 kW Leistung installiert. Parallel erweitert das Unternehmen das Netz der Ladesäulen an seinen Produktionsstandorten auf den Mitarbeiterparkplätzen bis 2020 von derzeit 1.000 auf 5.000 Ladesäulen. Volkswagen arbeitet zudem daran, an den Ladepunkten des Unternehmens – wo immer möglich – regenerativ erzeugten Strom anzubieten.

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*Das Fahrzeug wird noch nicht zum Verkauf angeboten.