Volkswagen Sonderfahrzeuge im Einsatz: Sächsische Polizei testet Streifenwagen der
Zukunft

– Neue Kooperation: Landespolizei Sachsen erprobt zwei umgebaute Volkswagen Golf
8 für zwölf Monate
– Ziel: Optimal ausgestattete Einsatzfahrzeuge

Zwickau – Volkswagen Sachsen und die Polizei in Sachsen haben heute einen Kooperationsvertrag über die künftige Zusammenarbeit unterschrieben. Fortan werden zwei der ersten Volkswagen Golf 8 Polizei-Sonderfahrzeuge aus St. Egidien im dienstlichen Alltag getestet. Es ist eine Win-Win-Situation für beide Parteien: Während die sächsische Polizei die aktuelle Fahrzeuggeneration von Volkswagen intensiv in der Praxis erproben kann, erwartet der Automobilhersteller wertvolle Erkenntnisse bei der fortlaufenden Entwicklung polizeilicher Sonderfahrzeuge.

„Der Sonderfahrzeugbau von Volkswagen in St. Egidien bei Zwickau ist seit vielen
Jahren spezialisiert auf besondere Anforderungen. Dazu gehören neben
Einsatzfahrzeugen der Polizei und Feuerwehren zum Beispiel auch Fahrschulwagen.
Wir freuen uns, dass die sächsische Polizei nun zunächst zwei Golf 8 testet. Ihre
gemachten Erfahrungen im Arbeitsalltag helfen, unsere Produkte immer weiter zu
verbessern und auf den täglichen Einsatz noch besser abzustimmen“, so Reinhard de
Vries, Geschäftsführer Technik und Logistik von Volkswagen Sachsen. „Mit Blick in die
Zukunft sollten auch E-Fahrzeuge im Sonderfahrzeugbau insbesondere für den
polizeilichen Einsatz eine Rolle spielen können“, so de Vries weiter.
„Ein guter Funkstreifenwagen ist mehr als nur ein Fortbewegungsmittel für unsere
Polizeibeamtinnen und -beamten“, so Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar. „Sie
müssen Verlässlichkeit, ein hohes Maß an Sicherheit sowie Komfort für die
Besatzungen bieten, außerdem den deutlich gestiegenen Anforderungen gerecht
werden, die sich im Arbeitsalltag an sie stellen.“ Vor allem der Platzbedarf für Material
und Ausrüstung in den Einsatzfahrzeugen sei gestiegen.
Die beiden zivilen Volkswagen Golf 8 kommen in den kommenden Wochen im Bereich
der Kriminalpolizei zum Einsatz. Verbaut sind digitaler Polizeifunk sowie eine verdeckte
Blaulichtanlage, die auch Einsatzfahrten mit Sondersignal ermöglichen. Es ist
vereinbart, dass künftig weitere Sonderfahrzeuge der Polizeidirektion Zwickau zur
Verfügung gestellt werden sollen. Aus der gemeinsamen Kooperation zwischen
Landespolizei und Volkswagen resultieren jedoch keine Verpflichtungen des Freistaates
Sachsen, Volkswagen Fahrzeuge für die sächsische Polizei zu erwerben. Im Rahmen der
Beschaffung von Fahrzeugen für Behörden des Freistaates Sachsen erfolgt in jedem
Fall ein gesetzlich vorgeschriebenes Vergabeverfahren nach der Verordnung über die
Vergabe öffentlicher Aufträge.

Bei Volkswagen Sachsen werden seit 1990 Fahrzeuge zu Sonderfahrzeugen umgebaut.
Im März 2014 wurde in St. Egidien ein neuer Standort für den Sonderfahrzeugbau mit
mehr als 200 Beschäftigten aufgebaut. Auf 5.000 m² Produktionsfläche werden dort
Individual- und Kleinserien-Fertigung für alle Konzernmarken durchgeführt. Dabei geht
es um Prototypenbau, Voll- und Teilfolierung, Individualisierung (Interieur,
Einstiegsleisten), Belederung, Bestickung, Polsterei, Funkausstattungen und
Kundenbetreuung. Zum Sonderfahrzeugbau der Marke Volkswagen gehören die
Standorte Wolfsburg, Emden und Sankt Egidien. Die übergreifende Steuerung erfolgt
aus Sachsen.
Die sächsische Polizei hat aktuell etwa 3.100 Fahrzeuge in ihrem Bestand. Jährlich
werden mit diesen Fahrzeugen durch die Polizeibeamtinnen und -beamten des
Freistaats rund 40 Millionen Kilometer zurückgelegt. In der Regel werden erworbene
Einsatzfahrzeuge über sieben Jahre gefahren. Bis 2016 investierte der Freistaat
Sachsen ungefähr sechs Millionen Euro jährlich in den polizeilichen Fuhrpark. Seit 2017
werden jährlich etwa 14 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, die nunmehr eine
Modernisierung und Erneuerung der Fahrzeugflotte ermöglichen.

 

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