DKW Hahn - Buchpräsentation


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DKW Hahn. Buchpräsentation.

Der Manager und Unternehmer Carl Hahn (1894 - 1961) ist unter dem Ehrennamen DKW Hahn in die deutsche Automobilgeschichte eingegangen.

Sein Sohn Carl Horst Hahn, selbst jahrzehntelang im Spitzenmanagement der deutschen Automobilindustrie und bis 1992 als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns tätig, und der Automobil-Historiker und Nestor der sächsischen Kraftfahrzeuggeschichte Peter Kirchberg würdigen sein Lebenswerk in einem Buch (Titel siehe Foto oben), das sie im Rahmen einer Lesung in der Gläsernen Manufaktur präsentieren.

Die Veranstaltung ist auch Teil des Begleitprogramms zur aktuellen Sonderausstellung „Trophys und Trophäen. MZ-Motorräder in Sachsen 1952-2005“ des Verkehrsmuseums Dresden.

 

Termin

5. Juli 2017

Einlass 17:30 | Beginn 18 Uhr

 

Ort

Die Gläserne Manufaktur, Volkswagen Lounge

 

Eintritt

Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um Voranmeldung gebeten unter

infoservice@glaesernemanufaktur.de

+49 351 420 44 11

 

 

Carl Hahn (1894-1961)

kam aus einer böhmisch-österreichischen Familie, die über 300 Jahre tief in der Forstwirtschaft verankert war. Er wurde auf einem Gymnasium und katholisch erzogen, ging als Soldat in den Ersten Weltkrieg und schloss 1921 ein Studium an der Hochschule für Bodenkultur in Wien ab. Im Laufe von knapp vier Jahrzehnten wurde er einer der profiliertesten Manger der deutschen Kfz-Industrie.

 

1922 begann Carl Hahn zuerst als Sekretär bei Rasmussen in Zschopau, kurze Zeit später wurde er kaufmännischer Vorstand in der von Rasmussen gegründeten Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG. Carl Hahn war neben der kaufmännischen Tätigkeit der Marketing-Experte mit Produktinstinkt für DKW. Er organisierte und führte die Arbeit mit den Verkaufsorganisationen und mit den Fachwerkstätten. Aus dem bis dahin diskreditierten Zwei-Takt-Prinzip machte er erfolgreich eine „Weltanschauung“. Das Zschopauer Werk wurde Ende der 1920er Jahren der weltweit größte Hersteller von Motorrädern. Die Marke DKW ist bis heute Legende in der Motorrad-Fangemeinde.


Maßgeblich war Carl Hahn an der Gründung der Auto Union 1932 mit Sitz in Chemnitz beteiligt. Das Firmenzeichen der Auto Union waren die vier ineinander verschlungenen Ringe als Symbol für die Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer. Es ist eben jenes Symbol, das sich auch heute noch auf jedem Audi findet und auf die sächsischen Wurzeln dieses Ingolstädter Unternehmens hinweist.


In der Auto Union war Carl Hahn der DKW Mann. Die Auto Union wurde nach der Liquidierung der Hartmann-Werke infolge der Weltwirtschaftskrise das neue Vorzeigeunternehmen der Region mit Weltgeltung. Als sächsischer Großkonzern entwickelte sich die Auto Union in Rekordzeit in den 1930er Jahren zum größten Arbeitgeber in Chemnitz und Umgebung.


Nach dem Zweiten Weltkrieg ging Carl Hahn in den Westen. Im Osten wurde die Auto Union zerschlagen. 1948 waren Carl Hahn und Richard Bruhn die beiden maßgeblichen Unternehmer, die in Ingolstadt und Düsseldorf den Konzern neu gründeten und zu einer neuen Blüte führten. Der bereits vor dem Krieg in Chemnitz zur Serienreife geführte DKW F 9 wurde konsequenterweise in Ost und West zum wichtigsten Grundstein des Neubeginns der Automobilfertigung.


Obwohl Hahn in der gesamten Zeit der Auto Union im Osten wie im Westen immer der „zweite“ Mann hinter Vorstand Dr. Richard Bruhn blieb, hat er mit seiner Arbeit den Konzern wesentlich geprägt. Besonders die der Marke DKW innerhalb der Auto Union zuzuschreibenden Erfolge sind durch sein Wirken als Team-Führer geprägt. Der Ehrenname „DKW Hahn“ hebt genau darauf ab.


Neben der Auto Union und DKW war Carl Hahn auch noch auf anderen Gebieten unternehmerisch tätig. So war er Aufsichtsratsvorsitzender der Chemnitzer Maschinenfabrik Germania (1937-1945).
Auf der Basis seiner Entwicklungsarbeit seit Beginn der Nachkriegszeit gründete er 1948 seine eigene Firma die Dr. Carl Hahn KG. Gestützt auf seine Kreativität, seine Zielstrebigkeit und unternehmerische und finanzielle Risikobereitschaft begann die vollautomatische Produktion des damals revolutionären Frauenhygieneprodukt „o. b.“ (Ohne Binde). Dies wurde ein Welterfolg und „o. b.“ der Weltmarktführer.

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