Kammermusikalisches.
nicht nur aus Moritzburg.

Vier barocke Rundtürme auf einer kunstvoll geschaffenen Insel umgeben von einem im Winter zugefrorenen malerischen Teich: Für kleine und große Märchenliebhaber in ganz Europa ist das Schloss Moritzburg nördlich von Dresden spätestens seit der populärsten tschechisch-deutschen DEFA-Koproduktion „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ das Traumprinzenschloss schlechthin, nicht zuletzt auch wegen der stimmungsvoll verträumten Filmmusik von Karel Svoboda.

 

Auch Jan Vogler und seine Mitstreiter sahen in der idyllischen Lage die ideale Kulisse für die Verwirklichung eines musikalischen Traums. Anfang der neunziger Jahre klopfte der heute zu den angesehensten Cellisten gehörende Musiker mit seinem ebenhölzernen Bogen und einer kühnen Idee im Cellokoffer an die massiven Moritzburger Schlosstore. Rückblickend hätte selbst der heute so erfolgsverwöhnte Dresdner und Wahl-New-Yorker nicht erwartet, dass ihm und seinen musikalischen Wegbegleitern aus aller Welt diese Tore einmal so weit offen stehen würden. So weit nämlich, dass mit der im 2004 gegründeten Moritzburg Festival Academy ein weiteres Highlight dauerhafter Bestandteil des Festivals werden konnte.

 

Junge Künstler aus aller Welt zwischen 16 und 26 Jahren erhalten hier die Chance mit international bekannten Künstlern zu proben, Konzertprogramme auszuarbeiten und diese vor einem breiten Publikum zu präsentieren. Das Konzept ging auf – der große internationale Ruf macht die Aufnahme in die sich alljährlich neu gründende Academy heute zu einem begehrten Eintrittsticket.

 

Jan Vogler und seine Ideen überzeugten auch die Gläserne Manufaktur, die seit dem Jahr 2002 Hauptsponsor des Kammermusikfestivals und Bühne für das Eröffnungskonzert ist. Seit 2004 übrigens von den Mitgliedern der Moritzburg Festival Academy eingespielt – sozusagen als Höhepunkt ihrer ca. zweiwöchigen Zusammenarbeit.

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