Automobilbau in Sachsen
 

1 | 1

 


Suche



100 Jahre Automobilbau in Sachsen. Geschichte, die bewegt.

Kraftfahrzeuge aus Sachsen sorgen seit über 100 Jahren für Mobilität. Ihre Entwickler brachten und bringen immer wieder grundlegende Innovationen auf den Weg.

Mitbegründer und führender Kopf war der Ingenieur August Horch, der mit der Gründung der A. Horch & Cie. Motorwagenwerke AG am 10. Mai 1904 die Geburtsstunde des sächsischen Automobilbaus einleitete. Als Erster in Deutschland setzte er Aluminiumguss bei Motoren ein, nutzte die Kardanwelle zur Kraftübertragung und verwendete Stahl für Getriebezahnräder. Aber auch andere Entwicklungen, wie der mittig gesetzte Schalthebel und die Linkslenkung, stehen für automobile Innovationen "Made in Saxony".

 

Heute sind in Sachsen vier namhafte deutsche Automobilhersteller ansässig. Volkswagen, Porsche, BMW und NEOPLAN und die mehr als 500 Zulieferer zählen an ihren sächsischen Standorten über 70.000 Beschäftigte. Mit einem Anteil am Industrieumsatz von mehr als 20 Prozent und am Export von rund 32 Prozent sind sie heute der Motor des verarbeitenden Gewerbes in Sachsen.

 

 

Chronolgie der wichtigsten Ereignisse 

1900

   

Emil Hermann Nacke fertigt in Coswig das erste sächsische Automobil und nennt es Coswiga.

 

ab 1900

 

Der Dresdner Karosseriehersteller Carl Heinrich Gläser nimmt die Produktion für Automobile auf.

 

10. Mai 1904

 

Eintragung der A. Horch & Cie. Motorwagenwerke AG in das Handelsregister Zwickau.

 

19. Juli 1909

 

August Horch gründet nach dem Ausscheiden aus den Horch-Werken die August Horch Automobilwerke Zwickau GmbH. Am 25. April 1910 erfolgt die Umbenennung der neuen Firma in Audi (lat. für „horch!“).

 

September 1921

 

Mit dem Audi Typ K wird der erste PKW mit serienmäßiger Linkslenkung präsentiert.

 

1926

 

Der Wanderer Typ W 10 vereint alle Neuerungen des zeitgenössischen

Automobilbaus wie Linkslenkung, Mittelschaltung,

Mehrscheibentrockenkupplung und Vierradbremse. Der W 10 wird zum Verkaufsschlager.

 

29. Juni 1932

 

Bildung der Auto Union AG aus den vier Unternehmen Horch-Werke AG, Audi Werke AG, Wanderer-Werke und Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG. Markenzeichen sind die vier Ringe.

 

1934

 

Der Rennfahrer Hans Stuck erzielt in einem „Silberpfeil“ der Auto Union AG drei Weltrekorde.

 

1955

 

Der P 70, Vorgänger des Trabants, wird als erster deutscher Kleinwagen mit serienmäßiger Kunststoffkarosse der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

1958

 

Die beiden Zwickauer Autobetriebe werden zum VEB Sachsenring Automobilwerke. Die Serienfertigung des Trabants beginnt.

 

1963

 

Beginn der Fertigung des Trabants 600, später Trabant 601.

 

31. August 1988

 

Im Barkas-Motorenwerk im heutigen Chemnitz wird die Serienfertigung von Viertaktmotoren mit einer Lizenz von Volkswagen aufgenommen.

 

Mai 1990

 

Start der Serienproduktion des Trabants.

 

26. September 1990

 

Grundsteinlegung für das neue Volkswagen Werk in Mosel.

 

12. Dezember 1990

 

Gründung der Volkswagen Sachsen GmbH.

 

30. April 1991

 

Der letzte Trabant rollt vom Band des Sachsenring Werkes ins Automobilmuseum.

 

11. Dezember 2001

 

Eröffnung der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in

Dresden. Als erstes Modell der Volkswagen Oberklasse geht der

Phaeton in Serie.

 

Mai 2002

 

Spatenstich für ein neues BMW-Werk in Leipzig.

 

August 2002

 

Porsche startet die Produktion im Werk Leipzig.

 

11. September 2003

 

Auf der IAA 2003 präsentiert sich der Standort Sachsen erstmals

unter der einheitlichen Dachmarke „Autoland Sachsen“.

 

10. Mai 2004

 

Das „Autoland Sachsen“ feiert seinen 100. Geburtstag.

 

August 2005

 

Die Shell Deutschland Oil GmbH und die Choren Industries GmbH in Freiberg starten den Bau der weltweit ersten kommerziellen Anlage zur Produktion von Biodiesel.

 

16. November 2007  

 

Der dreimillionste in Sachsen hergestellte Volkswagen läuft vom Band.

 

21. Mai 2010

 

Die Volkswagen Sachsen GmbH feiert Jubiläum: Vor genau 20 Jahren verließ das erste Fahrzeug mit dem Volkswagen Markenzeichen die Zwickauer Werkshalle – ein alpinweißer Polo Steilheck.

 

12. November 2010

 

Im Werk Zwickau, neben Emden der zweite Fertigungsstandort für den Passat in Deutschland, läuft der zweimillionste Passat vom Band.

 

März 2011

 

Im Motorenwerk Chemnitz wird der zehnmillionste Volkswagen Motor fertig gestellt.

 

11. Dezember 2011

 

Die Gläserne Manufaktur von Volkswagen in Dresden feiert 10 Jahre Faszination Automobilbau.

Artikel drucken ›