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Eine Autofabrik mitten in der Stadt

In der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen wird seit 2001 der Phaeton gefertigt.

Mit ihrem Bau verband Volkswagen die Idee einer neuen Oberklasse – gefertigt mit dem Anspruch, innovativen Automobilbau mit den überlieferten Werten traditioneller Manufakturen zu verknüpfen und durch eine offene, transparente Architektur zu einem kommunikativen Ereignis zu machen.

 

Die Gläserne Manufaktur wurde nicht in einem Industriegebiet vor den Toren Dresdens, sondern mitten im Herzen der Elbmetropole errichtet, nur 10 Gehminuten von der Altstadt entfernt, direkt am Großen Garten. Peter M. Bode stellt in einem Artikel in art Das Kunstmagazin, 04/2002 nicht ohne Staunen fest: „Dass die Dresdner VW-Fabrik sich inmitten der Stadt ansiedeln konnte, ist ein Novum. Galt doch jahrzehntelang der städteplanerische Grundsatz der Moderne, dass Wohnen und Produzieren in der Stadt unvereinbar seien.“

 

Zugegeben. Die Idee, mitten in Dresden eine automobile Fertigungsstätte aus Glas zu bauen, kann man als kühn bezeichnen. Oder aber als gelungenes Statement für eine Verbindung von Technik und Kultur, von moderner Produktions- und Erlebniswelt. So wird die komplette Montage des Phaeton als öffentliche Aufführung inszeniert. „Die Gläserne Manufaktur steht beispielhaft für die Anforderungen der heutigen Wissensgesellschaft, in der wir offene Arbeitswelten für vernetzte Prozesse brauchen. Arbeit neu denken – diesen Anspruch haben wir mit der Gläsernen Manufaktur zur Wirklichkeit gemacht“, so der Architekt der Gläsernen Manufaktur, Prof. Dr. Gunter Henn.

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